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View Full Version : Veränderungen


dies a-|-er
03-25-2004, 10:44 AM
Ave leute.


Ich weis nicht ob es einen derartigen Thread schon einmal gab, suchte auch danach, aber macht ja hoftl. nix.

Worüber ich eigtl. schreiben möchte ist, dass man als jemand, der die Einstellung als Metaller verfolgt, ist schwer zu beschreiben, ich meine einfach, dass diese immer in der Unterzahl bleiben werden und immer diffamiert werden. Ich denke, das wisst ihr ja alle... Aber je mehr ich darüber nachdenke, fällt mir doch auf, wie sehr ich mich innerhalb von 2 Jahren änderte, und immer mehr meine eigene Einstellung als eine Art Religion, einfach eine Maxime wird. Nicht das dies jetzt schlimm wäre, aber man grenzt sich doch sehr von den [anderen] Idioten, welche eine scheiss Einstellung haben, ab. Ich glaube an keinen allmächtigen Gott, ich glaube auch nicht dass jemand Leute durch Handauflegung Behinderten derartig helfen konnte, ich versuche einfach so durchs Leben zu gehen, dass mich meine Handlungen nicht negativ beeinflussen, dass ich sagen kann, es war okay was du grad gemacht hast. Und an Satan glaub ich ja auch kaum, nicht an HImmel o. Hölle. Eigentlich wäre es ja schön, wenn man in ein Art Paradies käme, nur will man doch irgendwann mal eine Art Frieden finden, selbst zur Ruhe kommen. :sheepass:
Und ich denke, dass ich "es nur soweit geschafft" (von der Einstellung her gesehen) habe, ja, durch Metal. Sonst würde ich nicht so sein wie ich heute bin. Bei anderen Musikrichtung ist das ja wohl kaum, bspw. bei Pop. Btw, Leute die über Mainstream sch.. reden, sind für mich sowieso mental etwas unterbemittelt, hinsichtlich dieser Thematik; die Band wurde doch nur so berühmt/verdient viel Geld, weil sie eben so gut ist! Naja.
Im Grunde denke ich, war es ganz okay, dass ich diesen Weg gewählt habe, da es als positiv sehe, wie ich von meiner Einstl. her bin.
Wenn ich mal die ganzen HipHop freaks da ansehe, welche dermassen arogant sind, dass man sich schon an Kopf fasst.. Die geschocktesten sind ja die, welche von Frauen, Geld, Autos dauernd labern/posen. Vor ein paar Monaten ging ich in eine Diskothek in der Nähe, es gibt einen House/Hiphop, Sauf, REde, und Rockbereich. Und wenn du echt nur nen Cocktail oder was wa sich von unten holen willst, musst du wirklich gleich angst haben, dass dich irgendso ein geschockter dich dumm anmacht, und mit dir einen Streit anfangen will. Wobei du ja sowieso in der mInderzahl bist. Dann ging ich auf die Toilette, hatte `n Dimmu Shirt, NOrway, falls des einen was sagt an, und vor der Toilette stehen zwei Voll coole, ganster HIphopper, mit Goldketten, Mützen, Schweissband, und sahen dicht/bekfifft aus, was weis ich, und lassen einen auf "Ey, Dimmo Borgiier, ist der hart" ab, und lachten bescheutert. UNd dann lassen sie zwei, bei uns sagt man "Lungaaharing", oder so, ab und bespuckten mich voll! Ich meine, was soll der scheiss. Sie haben zwar danebengespuckt, aber nur weils denen nicht passt,dass ich so rumrenne wie ich tu, brauchen die nicht handgreiflich werden, dass ich das asoziale, imo. Ich fege ja auch nicht ohne Grund Raver, o. Hiphopper an, wobei ich denke, dass es mehr so Gangstatypen gibt, die einfach Leute/Metaller anpöbeln, also andresrum, ohne Grund gesehen.
Ob das stimmt weis ich nicht. Und da fragt man sich wer der Abschaum ist. Dauernd als psychisch gestörter vollidiot abgestempelt zu werden, ist echt schon heftig. Wenigstens ist mir die Muisk so viel wert, dass ich trotzdem mein Inneres, nach Aussen, durch Kleidung, Schmuck, trage.

So jetzt weis ich schon wieder nichts mehr, was ich noch erzählen solll. Ich wollte einfach nur mal meine allg. Einstellung einbringen.

Was mich interessieren würde ist, wie weit hat euch, eure Begeisterung an Metal verändert, auch bezüglich der Gesellschaft. Man baut sich sozusagen seinen eigene kleine Welt auf, irgendwie... Ob ihr es bereut und toliert werdet, sowohl in Familie, als Freundeskreis... blablabl.


thx für`s lesen :banana:

bin auf die Kritik gefasst :behead:

opacity
03-25-2004, 11:08 AM
Man baut sich sozusagen seinen eigene kleine Welt auf, irgendwie
ehrlich gesagt hatte ich die schon bevor ich begann, mich richtig mit metal musik auseinander zu setzen.

verändert hab ich mich nicht durch/wegen metal. dass ich angeblich einen vogel habe, haben mir genausoviele (damals) mitschüler attestiert (pop, hiphop hörer) und genauso oft und sogar noch heftiger sagen mir das metal-hörende leute (heute)..... - eben weil ich eine andere einstellung zu dingen hatte und habe, eine andere meinung zu themen, problemen,etc.

ich mag auch nicht alle sorten von bands (ich rede nicht von stilen oder richtungen, denn es kommt bei mir auf die band an): die die inhaltlich nix wertvolles aussagen, können mir gestohlen bleiben, da passt dann auch meistens die musik nicht.
die die über themen schreiben, die mich interessieren, oder die inhaltlich was rüberbringen sind mir willkommen.



wegen arrogante nicht-metal-fans usw.: ich finde dass es im metalbereich anteilsmäßig genauso viele trottln gibt :spin: das find ich wirklich!! ich kenn zwar keinen richtig sympathischen techno-fan. aber umgekehrt kennt ein technofan wahrscheinlich auch kaum einen richtig sympathischen metalfan =)
nicht nur wegen diversen vorurteilen sondern weil man in erster linie doch jeweils nur die "aushängeschilder" jeder gruppe sieht, meine ich. stereotype halt....

opacity
03-25-2004, 11:13 AM
Bei anderen Musikrichtung ist das ja wohl kaum, bspw. bei Pop
es gibt durchaus popinterpreten, die inhaltlich und künstlerisch mehr aufm kastn haben als manch metalinterpret.......
ich mein das ernst.

schattenfuerst
03-25-2004, 01:27 PM
HI

Ich sehe das ähnlich wie opacity. jede szene hat seine idioten. im endeffekt sind wir ja alle menschen mit unseren stärken, eigenheiten und schwächen. und jeder hat eben andere interessen und andere einstellungen zu diversen sachen. so ists eben auch mit musik. ich kenne beispielsweise kaum andere leute die metal hören bzw. keinen der sich so intensiv mit inhalten der musik auseinander setzt. was mir zB sehr wichtig ist. Ich höre zwar vorwiegend nur metal und gothic aber muss ich einigen anderen bands aus ganz anderen musikwelten auch eine lyrische klasse zugestehen. und das findet man eben in jedem genre. und ob sie uns nun interessieren oder nicht hängt schließlich nur von uns selber ab. wer sich zu sehr in seine musik verläuft ist zu engstirnig. ich akzeptiere jeden wie er ist. ich will niemanden ändern. wer glaubt jemanden seine einstellung/musik aufzwingen zu müssen, ist sowieso schwach. Und wenn mich jemand blöd anmacht wegen eines t-shirts oder so, dann ist es mir auch egal. man kann nur über sachen urteilen die man kennt. außerdem wird man auch von metl-fans manchmal schief angesehen weil man ein t-shirt einer band trägt, das denen nicht gefällt oder weil diese band eine schlechte kritik in einem fanzine abbekam. intolerante menschen gibt es überall, egal welche musik, welche hautfarbe oder religion.

soviel dazu
christian

Schackessper
03-25-2004, 02:34 PM
Ich hatte schon immer eigene Lebensinhalte, wurde früher von den Klassenkameraden nicht verstanden und für meine eigenartigen Interessen, und weil ich zurückhaltend und still war, fertig gemacht....

Dann habe ich halt irgend wann am Ende meiner Schulzeit zum Metal gefunden, welcher mir sehr viel geben konnte, allerdings hatte ich nur einen Freund, der auch Metal hörte (wir wohnten weit aus einander), so daß ich eigentlich mit niemandem über meine Erfahrungen, Gefühle und Gedanken zu dieser Musik sprechen konnte.
Dann begann ich eben selbst, mich viel mit Musik zu befassen, instrumente zu spielen und schließlich zu komponieren und meine Lieder auf zu nehmen.... ..experimentelle Musik, die als einzige, immer wieder vertretene Musikrichtung, den Metal beinhaltet... ...ich habe nicht viele Freunde, und keiner von denen, mit denen ich "regelmäßig" zu tun habe, hatte bislang Metal gehört, aber dennoch konnte ich mich mit ihnen über meine Musik unterhalten, auch über Bands, Texte u.s.w., die mir gefallen.
Sogar in meiner Familie ist mein "Lebensinhalt" gut angekommen.
Meine Mutter unterstützt mich mit meiner Musik, ist mir dankbar, durch mich "den" Metal kennengelernt zu haben, ist mir dankbar, meine Kompositionen erleben zu dürfen, ist dankbar für die Inhalte der Musik, dafür, Menschen kennenlernen zu dürfen, die sonst als sooo "böööööse" gelten, weil sie sich schwarz kleiden u.s.w.....

Für mich bedeutet der Metal sehr viel, aber ich höre auch andere Musikrichtungen. Metal ist ein großer Bestandteil meiner Entwicklung, bzw., er hat viele Gefühle die ich hatte/habe geholfen zu vertiefen.
Mir gefällt aber z.B. auch macher Techno, womit ich bei Metalern schon fast grundsätzlich Unverständnis ernte....

Allerdings laufe ich nicht unbedingt rum, wie ein Metaller (lange Haare habe ich schon), bin z.B. auf Konzerten (war erst auf 3 Stück) immer "unpassend" gekleidet, trage bunte Kleidung, aber wurde von den Anwesenden NOCH NIE blöd angemacht, während ich früher in der Schule jeden Tag unter den "Kameraden" leiden mußte!

Ich denke, ich habe so weit schon meine eigenen Interessen vertieft, bin so selbstsicher geworden, daß ich inzwischen einfach mehr aktzeptiert werde, als früher, vielleicht sogar vollkommen geachtet werde.

Metal ist ein großer Teil meines Lebensinhaltes, ich bin aber kein Satanist, Menschenhasser oder sowas, schreibe keine "Killertexte".......
...Metal ist für mich persönlich einfach die tiefgründigste und bewegendste Musik, die ich bislang kennen lernen durfte, wobei es auch Bands anderer Musikrichtungen gibt, die ich ähnlich berühren, wie meine wenigen, dafür sehr intensiv erlebten Metal-Favoriten, sehr tief gehend empfinden kann. Sehr viele Metalbands finde ich aber z.B. auch absolut oberflächlich, und würde sie niemals hören!

Ich glaube schon, daß Metal eine der misachtetsten Musikrichtungen ist, von welcher zu unrecht so schlecht gedacht wird, nur weil sie sich überwiegend der dunklen Seite des Lebens zuwendet. Es ist einfach ein Teil des Menschen, der in dieser Musik vertieft wird, der von vielen verdrängt wir, letztlich, meiner Meinung nach, aber notwendig ist, um dem Menschen klar werden zu lassen, daß er nicht nur ein armes kleines Erdengetier ist, welches einem Gott zu dienen hat, sondern selbst Verantwortung trägt, selbst göttlich ist und vollkommene Entscheidungsfreiheit besitzt, die Möglichkeit, menschlich im positiven Sinne zu sein!

Metal ist für mich also auch einfach
die Vertiefung meiner Lebensziele, Freiheit,
Inhalte und meiner Eigenheiten und Menschlichkeit, bzw. Göttlichkeit!

(Soll nich eingebildet klingen!)

Leander
03-25-2004, 09:32 PM
Metal hat mich nicht verändert, denn es ist ja nicht so, dass ich passiv bin und verändert werde, sondern ich gehe meinen Weg und suche mir aus, was mir gefällt, was mich anspricht, womit ich was anfangen kann.

Bei mir ist es total anders als bei Schackessper, meine Eltern interessieren sich null für meine Musik und Gedichte, sie haben totale Angst und Abneigung gegen Metal, weil es mir 99 sehr schlecht ging und sie glaubten, Metal sei schuld und würde mich depressiv machen. Dabei ging es mir wegen anderen Dingen nicht gut und ich suchte mir halt Bands, die mich ansprachen bzw. die meine Gefühle ausdrückten.

Ich lebte ja mal im Ruhrpott, dort ist die Mentalität anders, aber in Österreich ist man als "Metaller" asozial. Lange Haare => man ist als asozial, drogensüchtig usw. abgestempelt, nicht von allen, aber von einigen. Wenn ich von Deutschland nach Hause fuhr (Zug), wurde ich oft auf Drogen kontrolliert und warum? Nur, weil ich lange Haare habe. Damit muss man leben. Blöde Sprüche gibt es eben...und Aufregen bringt nichts, da Menschen nicht gleich Menschen sind, sondern viele einfach intolerant, aggressiv und schlichtweg dumm.

Allerdings schaut es so aus:

Mir persönlich ist Metal total egal, wie bekannt Metal ist, welchen Ruf er hat, Metal geht mir am Arsch vorbei, weil mir allgemein Szenen am Arsch vorbei gehen. Das Szenedenken gibt es nämlich ÜBERALL, es gibt in jeder Szene Idioten. Früher dachte ich auch, alle, die Metal hören, wären nett, aufgeschlossen, kritisch, aber im Metalbereich gibt es leider sehr viele, die total intolerant sind, aggressiv und Scheuklappen aufhaben. Das Denken ist in Szenen genau gleich, es macht keinen Unterschied, ob ein Hiphopper mit Goldkette und weiten Hosen rumläuft und "yo, was geht ab? Ich bin so krass" von sich gibt oder ein Metaller mit Nieten und ganz in schwarz und denkt, er sei ach so böse, wild, hart und was weiß ich. Ich lehne Szenen ab, da sie Grenzen darstellen! Das Szenedenken sieht leider so aus, dass es keine Freiheit gibt, man sich nur für gewisse Dinge interessieren darf und sich an Regeln halten muss. Hört man als Metaller auch Pop, gilt man als lächerlich und "Poser". Zieht man sich nicht ganz schwarz an, wird man blöd angeschaut. In einer Szene gilt alles, was nicht szeneintern ist, als Gefahr, es kommt zu einer Gruppenbildung, entweder, man befolgt die Szeneregeln oder man fällt raus und das hat Konsequenzen.

Metal propagiert eigentlich Freiheit und Rebellion, doch sehr viele sind die konservativsten und spießigsten überhaupt!!! Manche hören eine Band, um cool zu sein, manche hören eine Band nicht, weil sie sonst als uncool angesehen werden. Manche laufen blind fragwürdigen Regeln nach, was man hören darf und nicht.

Metal ist mir egal, weil mir jede Musikrichtung und jede Szene egal ist. Ich bin kein Metaller, ich bin ein Mensch, der viele Interessen hat. Und so sehe ich mich, als Mensch, den vieles interessieren und ich wähle mir aus dem Spektrum des Lebens einfach das aus, was mir gefällt. So höre ich zwar viel Metal, aber auch aus fast jeder Musikrichtung etwas, egal, ob Klassik, Elektro, Rock, Pop, Folk...ich habe noch absolut niemanden kennengelernt, dessen Musikgeschmack so breitgefächert wie der meinige ist. Ich höre Death Metal-Geprügel genauso wie Klassik, Thomas D wie Power Metal-Gesang (außer extrem hohen), Crossover wie Pop. MIr gefallen Dornenreich, Kataklysm, Hammerfall (die erste), Linkin Park, Immortal, Thomas D, Dido, VNV Nation, Tenhi, Herbert Grönemeyer usw...

Denn im Vordergrund steht das Gefühl! Und da die Bandbreite der möglichen Gefühle sehr groß ist, höre ich auch so vielseitig!

Wie gesagt, Metal ist mir egal, ich bin ein Mensch mit vielen Interessen. Ich halte nichts von Szenen, ich habe lange Haare, aber nur, weil es mir gefällt und meine Persönlichkeit ausdrückt, nicht, weil man im Metal so aussehen muss (so denken leider viele). Ich ziehe an, was mir gefällt, ich trage nicht nur schwarz, sondern alles. Was andere über mich denken, ist mir egal! Gewisse ach so harte Metaller hören tagein tagaus nur Geprügel, hören nur Death Metal, alles andere ist langweilige Musik für Poser, die sie auslachen, schwitzen sich im Sommer in Lederhose und Metalstiefeln zu Tode, während ich mit kurzer Hose und Sandalen auf einem Metalfestival bin.

Und ehrlich gesagt sind mir mittlerweile Nicht-Metaller lieber, da es unter den "Metallern" so viele Idioten gibt, die nicht reflektieren können, intolerant sind, sich für die härtesten halten und "Normalos" nur auslachen. Manche hören Cradle of Filth, um cool zu sein, manche hören Cradle of Filth nicht, um cool zu sein ("COF sind ja Kommerz und man ist uncool, wenn man sie hört"), ich höre sie, weil mir die Musik gefällt. Was andere über mich oder über Bands, die mir gefallen denken, ist mir egal. Ich bin, wie ich bin und der Großteil der Metaller und allgemein der Gesellschaft ist einfach ... naja. Mich kotzt das Metalgehabe schon total an, dieses "wir sind ja so böse, so true, so hart, heavy metaaaaaal, satan" blablabla...immer die selbe Optik, immer schwarz, immer düster, immer die gleichen Satans-Nacht-Dunkelheit-Mord-Texte...80% der Metaltexte langweilen mich. Metalmagazine kaufe ich nicht, da es immer dasselbe ist. Dunkle Gestalten stehen mit verschränkten Armen dort, schauen böse, dazu noch ein böser Bandname, bisschen Blut, vielleicht ein Pentagramm und im Interview, auf die Frage, wie das nächste Album sein wird: "Es wird aggressiver, antichristlicher und brutaler werden, als unsere alten Alben. Gleichzeitig aber melodiöser und eingängiger."

Fazit: Ich bin ein Mensch, der ohne Einschränkungen sich im Leben auswählt, was ihm gefällt, ohne Grenzen, ohne Regeln. Metal und Metaller sind gleich eintönig / intolerant / dumm, wie jede andere Szene und Musikrichtung auch. Egal, ob Metal, Hiphop, Techno oder sonstwas, das Verhaltensmuster und das Szenedenken sind immer die gleichen.

Szenen? Nein danke.
Keine Szenen, keine Regeln, keine Grenzen!
Ich bin einfach ich.

PS Und als Rat an alle, die sich mit ihrer Einstellung oft alleine fühlen, die nicht toleriert werden, die wegen Musikgeschmack, Aussehen usw. schief angeschaut werden:

Du wirst von jemand schief angeschaut oder blöd angesprochen. Wieso? Weil du anders bist. Sicher, es ist nicht toll, aber: Du wirst verurteilt, weil du nicht konform bist und anders, als der, der dich verurteilt. Würdest du wie der dich verurteilende sein, würde er dich nicht verurteilen. Aber willst du wie er sein? Nein. Also ist es sogar gut, wenn dich wer verurteilt, weil er dir dann zeigt, dass du nicht wie er ist. Sowas macht mich sogar stark! Wenn irgendein Prolet mich blöd anschaut oder anmacht, denke ich: Wieso macht er das? Weil ich nicht wie er bin. Will ich wie er sein? Nein. Also kann ich es als positiv sehen, wenn er mich verurteilt, weil er mir dadurch zeigt, dass ich nicht wie er bin...und zu sein wie er - dumm, intolerant, aggressiv, einseitig - das will ich niemals! Also verurteilt mich, denn so zeigt ihr mir, dass ich nicht intolerant, aggressiv, einseitig bin, sondern das Gegenteil! Und stark, denn ich kann an anderen vorbeigehen, ohne sie zu verurteilen, ohne sie blöd anzumachen. Er kann es aber nicht.

Sehr viele funktionieren steinzeitmenschlich, Revier abgrenzen, markieren, andere aus dem Revier vertreiben wollen. Aber meine Welt dreht sich um Tiefsinniges, Künstlerisches, jemand geht durch die Stadt, mit drei anderen und denkt "scheiß Langhaariger, Titten, Alkohol, Disco", ich hingegen nehme die Leute nur wahr und sie sind mir total egal, es kümmert mich nicht, wie sie aussehen, welche Musik sie hören...und ich denke mir Gedichte aus, philosophiere herum usw...je tiefsinniger die Gedanken, der Charakter, desto weniger aggressiv, desto weniger gewaltbereit. Diese These habe ich mal aufgestellt. Wenn ich in meinen Gedanken weite Reisen unternehme, könnte ich niemals einen Technohörer "he, du scheiß Technoprolet" beschimpfen, weil...naja, er mir egal ist, wieso sollte ich was zu ihm sagen? Mein Leben dreht sich um andere Dinge, um Tiefsinnigeres. Wenn mich wer blöd anmacht, misst er mir Wichtigkeit bei, ich bin ihm in seiner momentaten Situation so wichtig, dass er auf mich reagieren muss. Total armselig eigentlich, dass er nichts anderes zu tun und keine wichtigeren, tiefsinnigeren Seiten und Dinge im Leben hat, als Passanten zu kritisieren.

schattenfuerst
03-26-2004, 06:25 AM
Sehr starke Worte - beeindruckend und wahr!

opacity
03-26-2004, 07:38 AM
also ich hab nicht gesagt, dass mir menschen egal sind.
ich dräng mich anderen zwar nicht auf, aber als "die sind mir egal"-einstellung würd ich das nicht bezeichnen.
ich hab zwar meine "eigene welt", aber das heißt nicht, dass mir die welten anderer leute egal sind.

Yoris
03-26-2004, 04:38 PM
Also ich werde eigendlich selten dumm angemacht und wenn, dann is es mir recht egal.

Ich würde meinen Musikgeschmack auch als ziemlich breitgefächert sehen, ich höre halt, was mir gefällt. Ich finde man darf sich da keine Grenzen setzen (wie bereits gesagt), nur um in irgendeine Szene zu passen.

Mich hat Metal auch in einer gewissen weiße verändert. Es hat mich irgendwie...geöffnet? Ich bin irgendwie runter von diesem bösen Tripp, den ich mal hatte und geh einfach meinen Weg durchs Leben. Ich hab gelernt, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind, und um die "Idioten" brauche ich micht nicht sonderlich zu kümmern.

uaaa, keine Zeit, schreib morgen wieder was Vollstndigeres, entschuldigt...

Huscheli
03-27-2004, 06:36 PM
Ich habe bis jetzt auch nie erlebt jemals angemacht worden zu sein. Jedenfalls nicht so extrem, wie beim Threadstarter.
Im Gegenteil, ich hab vielmehr Positives erlebt, nämlich Leute mit gleichem Geschmack gefunden. Bandshirts sind in der Hinsicht recht praktisch.

Schlussendlich ist es mir aber ohnehin wurscht, da ich nicht ausschliesslich Metal höre, bzw. extremer Szeneverfechter bin und als Mädel mit langen Haaren ohnehin nicht auffalle.
Viel schwerer ist hier mein Stand als Comicliebhaber. Ich kindisches, unentwickeltes Ding.
Hatte aber nie Probleme mit anderen Meinungen von Leuten und mache einfach, was ich möchte. Da hat Leander was Schönes zu gesagt. "Schränkt euch doch selbst ein."
Allerdings sind meine Interessen in jeglicher Hinsicht ziemlich oft ganz anders, und so hab ich's nicht immer leicht gehabt. Beziehungsweise, ist es immer noch ned...aba was solls ¬_¬

Leander
03-28-2004, 11:14 AM
Originally posted by Huscheli
Da hat Leander was Schönes zu gesagt. "Schränkt euch doch selbst ein."


Wo hab ich das gesagt? Verstehe ich jetzt nicht ganz.

Schackessper
03-28-2004, 11:48 AM
....ist miss zu verstehen...

wenn ich richtig durchgestiegen bin, ist die Aussage so gemeint:

"(Das) schränkt euch doch selbst ein (, macht also nicht so etwas!)"


Zuerst habe ich auch gestutzt ;-)

Huscheli
03-29-2004, 02:29 PM
Originally posted by Leander
Wo hab ich das gesagt? Verstehe ich jetzt nicht ganz.

Ne, du hast es nicht gesagt. jedenfalls nicht so kurz. ^^'
Das Zitat stammt von einem Freund von mir, und es sagt in etwa Dasselbe aus, darum hab ich das so geschrieben. ich hätte es klarer abtrennen sollen.