Leander
01-16-2004, 09:55 PM
Glauben wir noch ein wenig an die Illusion,
Aufdass sie den Schmerz stille,
Sehen wir das Schöne, nicht die Trauer davon,
Die Zeit zusammen sei mein Wille.
Jetzt blind glauben, viel erwünschen,
So lang man wirkt und Zuflucht sucht,
Nie die Dornen sehen, vielmehr gehen
Zu dem Ort, wo das letzte Mahl uns ruft.
Es wird und lebt, im Irrglauben ja,
Wachsen wir uns hoch schier wunderbar,
Dass wir leer und nichtig sind,
Seh’n wir nicht, weht fort der Wind.
Lass’ uns noch gemeinsam träumen,
Die Zeit der Sehnsucht nicht versäumen,
Solang’ in uns ein Etwas ist,
Vermeiden wir all’ Zeiten Frist.
Sieh’ zu, wie ich mich vergrabe,
Schaufel mich von oben bis unten
Mit schweren Schaufeln selber zu,
Habe auch durch das Gegrabe,
Karge Masse durch den Stich gefunden,
Das Wasser tropft, im Erdreich, zig Stunden,
Vergingen, bis ich fand zur Gabe,
Im Nu sei mir nah die Stund’ der Ruh’.
Aufdass sie den Schmerz stille,
Sehen wir das Schöne, nicht die Trauer davon,
Die Zeit zusammen sei mein Wille.
Jetzt blind glauben, viel erwünschen,
So lang man wirkt und Zuflucht sucht,
Nie die Dornen sehen, vielmehr gehen
Zu dem Ort, wo das letzte Mahl uns ruft.
Es wird und lebt, im Irrglauben ja,
Wachsen wir uns hoch schier wunderbar,
Dass wir leer und nichtig sind,
Seh’n wir nicht, weht fort der Wind.
Lass’ uns noch gemeinsam träumen,
Die Zeit der Sehnsucht nicht versäumen,
Solang’ in uns ein Etwas ist,
Vermeiden wir all’ Zeiten Frist.
Sieh’ zu, wie ich mich vergrabe,
Schaufel mich von oben bis unten
Mit schweren Schaufeln selber zu,
Habe auch durch das Gegrabe,
Karge Masse durch den Stich gefunden,
Das Wasser tropft, im Erdreich, zig Stunden,
Vergingen, bis ich fand zur Gabe,
Im Nu sei mir nah die Stund’ der Ruh’.